Feuerwehr Gerlingen – Feuerwehrhaus bleibt zentrales Thema
Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Gerlingen am 27.Februar 2026 blickte Kommandant Robert Moll auf ein einsatzreiches Jahr zurück. Über 270 Einsätze waren zu bewältigen, darunter 36 Alarmierungen mitten in der Nacht. Auch besondere Einsätze, etwa die Fahrt eines älteren Mannes über den Friedhof, blieben in Erinnerung.
Zur weiteren Verbesserung der technischen Ausstattung konnte die Feuerwehr im Jahr 2025 ein neues Löschfahrzeug in Betrieb nehmen.
In seiner Ansprache machte der Kommandant deutlich: „Eine Feuerwehr muss immer funktionieren.“ Angesichts steigender Anforderungen bereite jedoch das in die Jahre gekommene Feuerwehrhaus zunehmend Sorgen. Das Gebäude stoße an seine Kapazitätsgrenzen, es gebe Baumängel, defekte Garagentore, Probleme mit Leitungen sowie sanierungsbedürftige Sanitäranlagen. Für eine dauerhaft leistungsfähige Feuerwehr sei daher eine grundlegende Lösung notwendig, entweder durch umfassende Sanierung oder einen Neubau.
Auch die Kommunikation bei kurzfristigen Straßensperrungen müsse verbessert werden, um Einsätze reibungslos durchführen zu können.
Anschließend folgte das Grußwort von Bürgermeister Oestringer, der Bericht der Altersfeuerwehr, traditionell mit einem augenzwinkernden Abschluss, der Bericht der Jugendfeuerwehr, die Kassenprüfung sowie zahlreiche Beförderungen und Ehrungen.
Einen besonderen Akzent zum Abschluss des offiziellen Teils setzte ein junges Feuerwehrmitglied. Der junge Mann schilderte, wie er durch die Gemeinschaft neue Perspektiven gewonnen habe. Er berichtete, dass er früher viel Zeit mit Computerspielen verbracht habe, durch die Feuerwehr jedoch einen neuen Fokus gefunden habe und heute vor allem den starken sozialen Zusammenhalt als besonders wertvoll empfinde.
Zum aktuellen Stand der Planungen bezüglich des Feuerwehrhauses erläuterte Bürgermeister Oestringer, dass derzeit geprüft werde, ob eine Sanierung des bestehenden Standorts mit vorübergehender Auslagerung oder ein Neubau an anderer Stelle die bessere Lösung darstellt. Die Ergebnisse der Studie sollen noch vor Ostern im Gemeinderat vorgestellt werden.
Dass die Planungen bislang nur langsam vorankommen, hat mehrere Gründe. Zum einen handelt es sich um eine erhebliche Investitionssumme, bei der alle Aspekte sorgfältig geprüft werden müssen. Zum anderen sind Architektenleistungen und Bauleistungen europaweit auszuschreiben. Diese Vorgaben sowie die notwendige Machbarkeitsstudie und weitere bürokratische Anforderungen führen leider zu langen Planungsphasen.
Für die Freien Wähler steht fest, dass trotz allem eine schnelle und tragfähige Entscheidung sowie eine zügige Umsetzung notwendig sind, damit die Feuerwehr auch künftig unter bestmöglichen Bedingungen für die Sicherheit der Bevölkerung sorgen kann.
Allen Aktiven, der Jugendfeuerwehr und der Alterswehr gilt ein ausdrücklicher und herzlicher Dank für ihr großes ehrenamtliches Engagement, mit dem sie Tag und Nacht für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger da sind.
Beate Kraft für die Freien Wähler





